Pflichtkür: Auszeit! – – – – Wie der Krebs mich zu neue Lebensinhalte führt.

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7. Juli – Erste Vermutungen das es Ernst ist

Sonntag – Die Betreuung im Krankenhaus ist sehr gut. Der Schmerz lässt glücklicherweise schon nach und meine Familie ist auch zu besuch. Somit ist bei mir noch keine Langeweile aufgetreten. Andererseits, ich kann auch sehr gut meine Zeit alleine durchbringen. Bewegen auf der Station geht nur mit Unterarm-Stützen, da ich mein Linkes Knie noch nicht schmerzfrei belasten kann.

Nachmittags kommt die diensthabende Ärztin und setzt sich mit eine seriöse Mine auf ein Stuhl vor mein Bett. Ich spüre, dass Sie meine volle Aufmerksamkeit haben möchte um mich eine schwierige Nachricht zu bringen.
Es liegt jetzt ein erster Verdacht vor. Ohne in Details zu gehen oder eindeutige Worte zu benutzen versucht sie mich klar zu machen das die Schwellung am Bein sehr Ernst genommen werden muss. Eine weitere Behandlung ist in diesen Krankenhaus nicht möglich, und die nächsten Spezialisten für mein Problem sind nur in Heidelberg (240km) oder München (200km) zu finden.
Es mag sein, dass das Wort „Sarkom“ gefallen ist, aber ist bei mir nicht hängen geblieben. Das weitere Gespräch ging dann darüber welche Aktivitäten dann anstehen ab Montag, die Details dazu und dass sie für mich ein Termin in München macht.

Meine erste Gedanken waren kein Schrecken oder Angst, sondern eher Beruhigung, weil ich fühlte, dass gut um mich gekümmert wird. Vielleicht ist es mein Optimismus oder vielleicht auch Leichtsinnigkeit, aber ich hatte nie das Gefühl das meine Schwellung eine Bedrohung darstellt, sondern eine Krankheit den mann heilen kann – und wird.

Im nachhinein bin ich noch immer Froh, dass man mich sofort an ein Sarkomzentrum verwiesen hat, und nicht nach Nürnberg oder Erlangen geschickt haben, denn mann kann bei ein Sarkom soviel Falsch machen; verschiedene Blogs und Foren zeigen dies.